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Sicherheit zu Hause

Eine breite Palette von Produkten und Materialien ist für den Verbraucher weitgehend erst infolge der Entwicklung von Flammschutzmitteln sicher. Flammschutzmittel sind Chemikalien die den Materialien während oder nach der Produktion hinzugefügt werden. Sie verringern das Zündrisiko des Materials und – sollte es doch zum Brand kommen – verlangsamen das Verbrennungstempo und reduzieren die Hitzefreisetzung. Flammschutzmittel in der Herstellung von elektronischen Anlagen, Polstermöbeln und Textilien retten erwiesenermaßen Leben.

Nach vielen Jahren verheerender Brände von Polstermöbeln (z.B. Sofas), erließ Großbritannien 1988 ein Gesetz, das für derartige Möbel einen höheren Entflammbarkeitsstandard fordert. Den Bestimmungen nach müssen sowohl Füllstoffe als auch Abdeckungen der meisten Polstermöbel flammhemmend sein. Dies hat sich als überaus wirksam erwiesen, besonders wenn ältere Möbel durch neuere, sicherere ersetzt werden.

Dennoch gehört Großbritannien noch immer zu den wenigen Ländern in Europa, die für Polstermöbel solch hohe Sicherheitsstandards verlangen.

Die USA haben höhere Sicherheitsstandards für die Herstellung von Fernsehgeräten eingeführt. Seitdem sind Brände mit Fernsehgeräten um 73 Prozent gesunken. Derartige Standards existieren in Europa nicht und leider sind Todesfälle und Verletzungen im Zusammenhang mit brennenden Fernsehgeräten weiter angestiegen. Es wird davon ausgegangen, dass US-Bürger dank dieser Standards jährlich nur fünf Brände pro einer Million Fernseher zu verzeichnen haben – in Europa sind es 325 (IEC TC108, Special Fire Research Group 108/176/2006).