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Seit wann werden Flammschutzmittel eingesetzt?
Chemische Flammschutzmittel verwendete man bereits im Alten Rom, damit Belagerungstürme kein Feuer fingen. Patentiert wurden Flammschutzmittel jedoch erstmals 1735 in Großbritannien. Das Patent 551 ging damals an Obadiah Wilde für einen flammhemmenden Stoff in Theatern und öffentlichen Gebäuden. In der Kunststoffindustrie wurden bromierte Flammschutzmittel zuerst in Zellulosenitrat eingesetzt, das extrem entflammbar ist.
In den frühen 1970er Jahren führte die zunehmende Verwendung entzündbarer Materialien, wie Kunststoff in elektrischen Anlagen oder synthetische Fasern in Sofas und Vorhängen, zu einer umfassenderen Verwendung von Flammschutzmitteln. Damals begannen die Geräte- und Möbelhersteller mit neuen Materialien zu produzieren: zum Beispiel Kunststoff für Geräte und Polyurethanschaum und faserbasierte Füllstoffe für Möbel. Herkömmliche Materialien, wie Holz und Metalle, wurden immer weniger genutzt. Diese neuen Materialien hatten viele Vorteile, aber auch ein Problem: sie waren viel leichter entzündbar als ihre Vorgänger. Flammschutzmittel senken das Brandrisiko stark, was die Sicherheit zu Hause und an öffentlichen Plätzen verbessert.

